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FAQs
Nach welchen Methoden kann in WINISO® gerechnet werden?
Mit WINISO® ist es möglich, nach folgenden Normen zu rechnen:
- EN ISO 10077-2
- EN 673
- EN ISO 6946
- ISO 15099
Welche Materialien sind in WINISO® verfügbar?
In WINISO® stehen Ihnen eine Vielzahl von Materialdaten und Randbedingungen zur Verfügung. Die Datenbank kann individuell erweitert werden.
Ist mit WINISO® eine Berechnung des Ucw-Wertes möglich?
Mit WINISO® können Sie die ganzen Detailwerte der Fassade (U-Werte Profile, Psi-Werte Glasrand, Psi-Werte Ganzglasecke, Psi-Werte Übergang Pfosten Tür etc. pp.) berechnen, sowie Isothermenverläufe der Anschlüsse.
Die so ermittelten Werte werden dann für eine Ucw-Berechnung flächen- und längenmäßig zusammengerechnet und auf die Gesamtfläche der Fassade bezogen. Letzteres wird i.d.R. mit Excel oder anderen Tools gemacht.
Wie kann der Gleichwertigkeitsnachweis für das gezeigte Beispiel Nach DIN EN ISO 4108 Beiblatt 2 berechnet werden?
Der rechnerische Gleichwertigkeitsnachweis wir mit der Psi- Wert und frsi-Wert Berechnung geführt. Grundlage für die Berechnung sind die Normen DIN EN ISO 10077-2 in Verbindung mit der DIN EN ISO 10211. Der frsi-Wert wird nach DIN EN ISO 4108-2 berechnet.
Ist es möglich, mit WINISO®die Temperatur in den Scheiben infolge Sonneneinstrahlung zu modellieren?
In WINISO® setzen Sie die Absorption als „Flächenleistung“ in W/m² auf eine Oberfläche eines Materials (Randbedingung auf Kante).
Wie kann man Produkte erfassen, die nicht in der Schalldatenbank hinterlegt sind?
Sie können Ihre eigenen Aufbauten in der Schalldatenbank abspeichern und die Schallwerte ergänzen.
Wie können Spezialaufbauten mit Polycarbonat eingegeben werden?
Das Programm ermöglicht für die unterschiedlichen Bauteiltypen den Import von benutzerdefinierten Daten. Die Spektraldaten können einfach als Datensätze in das Programm implementiert werden.
Was ist der Unterschied zwischen dem Uw-Wert und dem U-Wert und wo wird der U-Wert für ein Glas definiert? Welche Bedeutung hat dabei die Beschichtung?
Der Uw-Wert berücksichtigt im Gegensatz zum U-Wert das komplette Fenster. Der UWert wird durch mehrere Faktoren bestimmt, wobei die Beschichtung einen Faktor stark beeinflusst.
Mit welchem Programmteil kann man die lichttechnischen Werte von Isolierglas berechnen?
WINSLT® berechnet licht- und strahlungstechnische sowie wärmetechnische Kennwerte von Verglasungen nach EN 673 und EN 410 sowie von Verglasungen in Kombination mit Sonnenschutz nach EN ISO 52022-3.
Besteht die Möglichkeit außenliegende Lamellen zu berechnen?
Sie können mit WINSLT® außenliegende Lamellen berechnen. Beachten Sie bei der Erstellung des Aufbaus auf die richtigen Richtungen der Be- und Entlüftung des Zwischenraums zwischen Isolierglas und außenliegender Jalousie. Diese können Sie mit der rechten Maustaste in der belüfteten Luftschicht einstellen – Belüftungsgrad ändern.
Erfüllen die mit WINSLT® ermittelten Werte die Anforderungen der DIN 1279-5 (4.3.2.12. ... nach EN 673 zu bestimmen ist, 4.3.2.13. ... sind nach EN 410 zu bestimmen)?
Die Anforderungen der DIN EN 1279-5 sind zu 100% erfüllt und die Berechnungen nach EN 673 und EN 410 sind vom ift Rosenheim zertifiziert/ validiert. Basis sind von den Herstellern deklarierte Werte und Spektraldaten.
Mit welchem Programmteil kann man die Lichttechnischen Werte von Isolierglas berechnen?
WINSLT® berechnet licht- und strahlungstechnische sowie wärmetechnische Kennwerte von Verglasungen nach EN 673 und EN 410 sowie von Verglasungen in Kombination mit Sonnenschutz nach EN ISO 52022-3.
Kann ein Firmenlogo für den Ergebnisausdruck hinterlegt werden?
Ja, Kopf- und Fußzeile des Ausdrucks können angepasst werden. Dies beinhaltet auch die Möglichkeit ein Logo zu hinterlegen.
Wie lassen sich die Spektraldaten einer bestimmten Verglasung importieren?
Der Import von Spektraldaten nach WINSLT® funktioniert über eine Excel-Musterdatei. Diese befindet sich bereits im Installationsverzeichnis von WINSLT®.
Ist die Glasdatenbank in WINSLT® kompatibel mit der internationalen Glasdatenbank IG(S)DB?
Mit dem Add-on „Optical Berkeley“ wird der Zugriff auf Spektraldaten aus der IGSDB direkt in den Berechnungsprozess von SommerGlobal integriert.
Die Schnittstelle wurde im Rahmen des Forschungsprojekts EQWIN-P in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer ISE entwickelt und ist als Add-on für die folgenden Module verfügbar:
- WINSLT®
- WINSLT® 15099
- WINTHS
Welche Normen und Berechnungsgrundlagen nutzt WINTHS für den Nachweis?
WINTHS berechnet die thermo-mechanischen Spannungen in Glasscheiben vollautomatisch auf Basis der anerkannten französischen Norm NF DTU 39 P3 sowie etablierter europäischer Richtlinien.
Wie präzise lassen sich komplexe Verschattungssituationen abbilden?
Sehr präzise. WINTHS simuliert die spektrale Sonneneinstrahlung nach VDI 3789 für jeden geografischen Standort weltweit. Die Software berücksichtigt Verschattungen durch Eigen- und Fremdkörper (z. B. Nachbargebäude, Dachüberstände, Lisenen) sowie innen- oder außenliegende Sonnenschutzsysteme. Dadurch werden kritische, ungleichmäßige Temperaturgradienten an den Glaskanten stundengenau über das gesamte Jahr ermittelt.
Unterstützt die Software auch moderne, komplexe Glasaufbauten?
Ja. WINTHS bietet eine umfangreiche Datenbank mit Hersteller-Spektraldaten und berechnet ein-, zwei- und dreifache Isolierglaskonstruktionen. Dabei werden auch beschichtete Gläser (Low-E, Sonnenschutz), stark absorbierende Gläser, Verbundsicherheitsgläser (VSG) sowie Gasfüllungen im Scheibenzwischenraum exakt in die thermische Analyse einbezogen.
Welchen direkten wirtschaftlichen Nutzen bietet WINTHS in der Planungsphase?
Die Software verhindert teure Fehlplanungen. Anstatt pauschal und kostenintensiv thermisch vorgespanntes Glas (ESG/TVG) vorzuschreiben, ermittelt WINTHS die tatsächlichen Spannungen. Sie sehen sofort, wo günstigeres Floatglas ausreicht und ab welchem Punkt ein thermisches Vorspannen technisch zwingend erforderlich ist. Das optimiert die Materialkosten und schützt gleichzeitig vor Regressansprüchen durch Glasbruch nach dem Einbau.
Lässt sich WINTHS in bestehende Workflows der Glasbemessung integrieren?
Ja, über eine direkte Schnittstellen-Anbindung. WINTHS arbeitet nahtlos mit der Software WINSLT® (zur Ermittlung der spektralphysikalischen Kennwerte von Glas und Sonnenschutz) und GLASGLOBAL® (für den statischen Nachweis nach DIN 18008) zusammen. Projektdaten können direkt übergeben werden, was den manuellen Eingabeaufwand minimiert und Fehlerquellen reduziert.
Allgemein
Welche Materialien sind in GLASGLOBAL® verfügbar?
In GLASGLOBAL® stehen Ihnen eine Vielzahl von Materialdaten und Randbedingungen zur Verfügung. Die Datenbank kann individuell erweitert werden.
Sind mit GLASGLOBAL® auch Berechnungen für Wintergärten oder Pfosten-Riegel-Verglasungen möglich?
Ja dies ist mit GLASGLOBAL® möglich.
Sind die Ausdrucke von GLASGLOBAL® prüffähig?
Die „Expertenausdrucke“ für den GZT und den GZG sind zusammen mit dem Ergebnisausdruck „Nachweis“ prüffähig.
Nach welchen Vorgaben erfolgt die Berechnung in GLASGLOBAL®?
GLASGLOBAL® ist eine Software für den statischen Nachweis von Einfach- und Isoliergläsern. Auf Basis der DIN 18008 und dem Konzept der Teilsicherheitsbeiwerte wird das Bruchrisiko sowie die Durchbiegung von Verglasungen bei Belastung durch Wind, Schnee, Klimaschwankungen, Ortshöhendifferenzen und Verkehrslasten ermittelt. Wahlweise kann bei allseitig gelagerten Scheiben der Membranspannungseffekt berücksichtigt werden.
Wie werden die Lastannahmen für die Schweiz behandelt?
Die Lasten werden in GLASGLOBAL nach der SIA bzw. manuell hinterlegt. Hierzu wird das Addon „GLASGLOBAL® Schneelastmodul Schweiz“ benötigt. Falls Sie das Addon „GLASGLOBAL® Schneelastmodul Schweiz“ noch nicht besitzen, wenden Sie sich bitte an vertrieb@sommer-informatik.de
Dient die Software GLASGLOBAL® als statischer Nachweis oder als statische Vordimensionierung?
Für eine geprüfte Statik ist eine entsprechende Qualifizierung nötig. Verfügt man über
diese Qualifizierung, kann man mit GLASGLOBAL®
eine Prüfstatik machen.
Ansonsten ist der Nachweis mit GLASGLOBAL® ein prüffähiger, statischer Nachweis, der
alle Informationen für eine Prüfung enthält. Ist für ein spezielles Bauvorhaben eine
geprüfte Statik der Verglasungen nötig, kann man sich den Prüfstatiker nicht sparen.
GLASGLOBAL®18008
Ist es möglich eine Barriere unten eingespannt mit senkrechter Belastung zu rechnen?
Ja, dies ist im Modul GLASGLOBAL® Standard möglich.
Hierzu wählen Sie in der Geometrie eine Vertikalverglasung aus und hinterlegen einen Einbauwinkel von 90°. Stellen Sie nun die Lagerung auf „unten eingespannt“.
Wie wird eine dreiseitig gelagerte Verglasung gerechnet?
Dreiseitig gelagerte Verglasungen werden berechnet wie zweiseitig gelagerte Verglasungen (im Modul Standard und Absturz).
Berechnet man eine Verglasung im Modul Punkthalter und wählt als Lagerung „Dreiseitig“ aus, berechnet der FEM-Kern die Ausnutzung für die tatsächliche, dreiseitige Lagerung (für Einfachverglasungen).
Wie wird der Teilsicherheitsbeiwert γm im Programm ermittelt und kann dieser verändert werden?
Die Teilsicherheitsbeiwerte werden in der DIN 18008 Teil 1 geregelt.
Kann man mit dem Modul Punkthalter auch kleiner als 50mm berechnen?
Nein, die DIN 18008 Teil 3, 5.3 lässt hier nur einen Radius >= 25 mm zu.
Wie wird der Nachweis absturzsichernder Verglasungen im Programm geführt?
Der Nachweis erfolgt nach DIN 18008 Teil 4.
Wann darf die Membranspannung angesetzt werden?
Der Ansatz der Membranspannung ist auf allseitige linienförmige Lagerung, Flächenlasten und Rechteck-Scheiben beschränkt. Eine Unterscheidung bzw. Einschränkung bei horizontal und vertikal gibt es nicht.
Welche Last wird bei "Glas im tieferliegenden Bauteil eingebaut" angesetzt?
Bei den Berechnungen wird die maximale Schneelast zur Berechnung über die ganze Glasscheibe angesetzt.